Kino im März

Eine Vorschau auf die interessantesten Kinofilme des Monats – und das, obwohl der März schon wieder zu gut einem Drittel vorbei und der vermutlich beste Streifen (natürlich Wes Andersons grandioses „Grand Budapest Hotel“) bereits angelaufen ist? Nun, dieser Blog ist ja noch relativ neu und dementsprechend müssen sich manche Dinge erst einmal einspielen. Künftig gibt es die Filmempfehlungen dann (hoffentlich) immer rechtzeitig zum Monatsbeginn.

Im März nehmen Bestseller-Verfilmungen eine nicht unwesentliche Rolle ein (ein „Trend“, der sich auch im April mit „A Long Way Down“ nach Nick Hornby weiter fortsetzt). Den Auftakt macht hier an diesem Donnerstag „Die Bücherdiebin“ (Regie: Brian Percival). Markus Zusaks Roman um die junge Büchernärrin Liesel Meminger, deren Pflegeeltern einen Juden vor der Verfolgung durch die Nazis verstecken, habe ich damals sehr gerne gelesen, weil er mit einem ernsten Thema sehr kurzweilig, warmherzig und leise humorvoll umgeht. Der von Geoffrey Rush gespielte, senible und nachdenkliche Hans Hubermann kommt zumindest optisch meiner Vorstellung bei der Lektüre ziemlich nahe, während ich mir seine knorrige, mit Schimpfwörtern („Saumensch!“) um sich werfende Ehefrau Rosa deutlich älter und verbitterter ausgemalt hätte als die von Emily Watson verkörperte Figur.

Aber überhaupt ist es ja so, dass Literaturverfilmungen immer dann etwas schwierig werden, wenn die Vorstellungen der eigenen Phantasie so gar nicht mit den bewegten Bildern auf der Leinwand übereinstimmen möchten. Ein Problem, das ich leider auch bei Felix Herngrens Verfilmung von Jonas Jonassons Welterfolg „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ (Kinostart: 20. März) sehe. Jüngst habe ich im Kino zufällig den Trailer dazu gesehen und brauchte tatsächlich eine ganze Weile, bis ich begriff, dass es sich um den Film in der Vorschau wirklich um den „Hundertjährigen“ handelt.

Keine literarische Vorlage liegt „Her“ (Kinostart: 27. März) von Spike Jonze zu Grunde, aber dennoch scheint der für vier Oscars nominierte Film (der Regisseur wurde schließlich mit der Trophäe fürs beste Originaldrehbuch ausgezeichnet) um einen vom leben gebeutelten Mann (Joaquin Phoenix), der sich in die Computerstimme seines neuen Smartphones verliebt, eine sichere Bank zu sein. Nicht zuletzt, weil Chris Pratt in einer Nebenrolle zu sehen ist und die Filmmusik von Arcade Fire und Owen Pallett geschrieben wurde…

Auf welche Filme freut Ihr Euch denn in diesem Monat ganz besonders? Und überhaupt: Was haltet Ihr von Literaturverfilmungen? Alle verzichtbar oder gefallen Euch manche Filme sogar besser als das Buch? Antworten gerne in den Kommentaren!

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Ein Kommentar zu „Kino im März

  1. Ich bin positiv überrascht von „Non-Stop“, habe ihn vor 2 Wochen im Ausland gesehen und hätte nicht gedacht, dass der was wird.
    Buchverfilmungen sind natürlich immer knifflig. Die letzten beiden Enttäuschungen „Der Hobbit“ und „Der Medicus“ habe ich immer noch im Kopf. Beim 100 Jährigen wirds wahrscheinlich ähnlich. Nichtsdestotrotz bin ich immer wieder gespannt, wie Regiesseure versuchen Bücher cineastisch umzusetzen.

    Besten Gruß
    Micha

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