Neu im Plattenladen (2)

Heute: The Slow Show — White Water

The Slow ShowAm Anfang war da das Live-Video zu „Dresden“: Haldern Pop Festival, Spiegelzelt, ein Chor, satte Bläser, ein Sänger, der sowohl optisch wie auch stimmlich nahe dran an Tom Smith von den Editors ist, während der Song in seiner Gesamtheit eher Erinnerungen an The National wachruft. Ganz groß! Auch das etwas zurückhaltendere, sich behutsam aufbauende „Bloodline“, die zweite vorab veröffentlichte Single, ließ die Erwartungen an das Debütalbum von The Slow Show weiter ansteigen.

Diese sehr hohe Messlatte überspringt die Band aus Manchester mit „White Water“ nun tatsächlich, aber nur recht knapp. Zum ganz großen Wurf fehlen der Platte nämlich ein wenig die besonders guten und überraschenden Ideen — viele der elf Songs sind nämlich doch ein wenig gleichförmig gestrickt und folgen zumeist der Formel „balladesker Auftakt + leichter Tempoanstieg im weiteren Verlauf + sanft leidender Gesang von Rob Goodwin“. Von den Arrangements her wurde allerdings auch bei den eher unspektakulären Stücken keineswegs geschludert, bestes Beispiel sind hier wohl die besonders schönen Streicher in „Testing“, doch auch ansonsten gefallen die klug eingestreuten Passagen mit Geigen, Trompeten und Piano.

Neben den bereits angesprochenen, über alle Zweifel erhabenen „Dresden“ und „Bloodline“ hat „White Water“ noch ein paar weitere Höhepunkte zu bieten: „Augustine“ kommt zum Beispiel ein wenig schneller und drängender daher und stellt alleine dadurch einen gelungenen Kontrast zum ansonsten eher getragenen Tempo dar. „Paint You Like A Rose“ erreicht beinahe die Grandezza von „Dresden“, während das direkt darauf folgende „Flowers to Burn“ beinahe poppig ausgefallen ist. Einen gelungenen Schlusspunkt setzt schließlich „God Only Knows“ mit seinen feierlichen Bläsern und Rob Goodwins ebenso lakonischer wie tröstlicher Feststellung „it all looks different these days, but it’s still the same, it’s still the same“.

Bleibt festzuhalten, dass The Slow Show mit „White Water“ ein mehr als beachtliches Debüt vorgelegt haben — für die Zukunft bleibt aber dennoch ein wenig Luft nach oben. {4/5}

The Slow Show — White Water
Haldern Pop Recordings, erscheint am 6. März.

Tourdaten
21.05.15 Köln — Luxor
22.05.15 Haldern — Haldern Pop Bar
23.05.15 Dortmund — Way Back When Festival
24.05.15 Beverungen — Orange Blossom Festival
25.05.15 Hamburg — Prinzenbar
26.05.15 Berlin — Privatclub
27.05.15 Dresden — Beatpol
28.05.15 (A) Wien — Chelsea
29.05.15 München — Strøm
31.05.15 (CH) Zürich — Papiersaal

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