Julian Barnes — Levels of Life

„Every love story is a potential grief story. If not at first, then later. If not for one, then for the other. Sometimes, for both.“

Levels of LifeJulian Barnes‚ aktuelles Werk ist ein schmales Bändchen, keine 120 Seiten lang, aber wohl zweifelsohne das Buch, das den Engländer am meisten Kraft und Herzblut gekostet haben dürfte. Neben den Anfangstagen der bemannten Ballonfahrt, den Frühzeiten der Fotografie und einer unglücklichen Liebesbeziehung zwischen Colonel Fred Burnaby und der aparten Schauspielerin Sarah Bernhardt beschäftigt sich der Autor im letzten — und zentralen — Teil von „Levels of Life“ (die deutsche Übersetzung mit dem Titel „Lebensstufen“ ist jüngst bei Kiepenheuer & Witsch erschienen) nämlich mit der Frage, wie sich sein Leben nach dem Tod seiner Frau Pat Kavanagh verändert hat, die 2009 nach gut 30 Ehejahren nach kurzer Krankheit gestorben ist. Das ist sehr persönlich, anrührend und über weite Teile sehr hoffnungslos ausgefallen und liest sich in seiner ganzen Tristesse und Schonungslosigkeit, mit der Barnes seine Trauer beschreibt, äußerst beeindruckend; darüber, dass „Levels of Life“ insgesamt aber dennoch ein wenig zerrissen wirkt, können aber leider auch diese starken 50 Seiten nicht ganz hinwegtäuschen.


Julian Barnes
Levels of Life
Vintage Books; 118 Seiten; £ 7,99.

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