Gabriel Rios: This Marauder’s Midnight

Foto: PR
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In seiner Wahlheimat Belgien ist der aus Puerto Rico stammende Gabriel Rios bereits seit einer ganzen Weile eine echte Hausnummer — mit seinem vierten Studioalbum „This Marauder’s Midnight“ macht sich der 36-Jährige nun auf, den Rest des Planeten mit seinem sachten Kammerpop zu verzaubern. Daran, dass das gelingen könnte, besteht kein Zweifel, wobei natürlich auch gesagt werden muss, dass die Songs des Mannes, der in Gent einst Malerei und Bildhauerei studierte, nicht unbedingt massentaugliches Radiogedudel sind. Zum Glück, denn bei aller Eingängigkeit haben die zwölf Stücke auf „This Marauder’s Midnight“ genügend Ecken und Kanten, um auch nach einigen Hördurchgängen immer noch Überraschendes zu bieten.

Der Einstieg ins Album ist mit dem großartigen, an Ben Howard erinnernden „Gold“ wunderbar gelungen und auch danach wird das hohe Niveau weitgehend gehalten. „Apprentice“ etwa kippt teilweise ins Dramatische, „Police Sounds“ ruft bei genauerem Hinhören tatsächlich Erinnerungen an The Police wach, „Song No. 7“ besticht mit besonderer Lässigkeit und „Young Goods“ ist neben dem bereits erwähnten „Gold“ der zweite große — wenn man das denn so nennen will — Hit der Platte. Dabei strahlen alle Stücke dank der durchgängig akustisch gehaltenen Instrumentierung — neben den stetigen Begleitern Amber Docters van Leeuwen am Cello sowie Ruben Samama am Kontrabass und Klavier gibt es noch diverse Bläser zu hören — und Gabriel Rios‘ charakteristischer, recht hoher Stimme eine große Wärme aus.

So entsteht in der Gesamtheit ein Album, das äußerst einnehmend ist, ohne dabei nur eine Sekunde lang aufdringlich oder gar anbiedernd zu wirken. Eine große Empfehlung!


Gabriel Rios: This Marauder’s Midnight. Sony Music, bereits erschienen.

Konzerte:
09.06.15 Duisburg — Steinbruch
10.06.15 Stuttgart — Goldmarks
11.06.15 Erlangen — E-Werk
12.06.15 Dresden — Beatpol
13.06.15 Magdeburg –Moritzhof Scheune
14.06.15 Wiesbaden — Schlachthof
18.06.15 Saarbrücken — Garage
19.06.15 München — Milla
20.06.15 Erfurt — Franz Mehlhose
21.06.15 Köln — Theater der Wohngemeinschaft

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