{Album-Kritik} Kim Churchill: Silence/Win

Kim_ChurchillKim Churchill hat mich ja mit einem Live-Video seines Songs „Window to the Sky“ nachhaltig beeindruckt und von sich überzeugt. Wahnsinn, was der ehemalige Straßenmusiker und leidenschaftliche Surfer mit vergleichsweise geringen Mitteln für eine Wucht entfaltet!

Meine Erwartungen an das Debütalbum des australischen Blondschopfs waren im Vorfeld dementsprechend riesig und werden von „Silence/Win“ nun leider nicht ganz beziehungsweise nur stellenweise erfüllt. Das liegt in erster Linie weniger an der mangelnden Qualität der Songs, sondern vielmehr an der satten Produktion der Platte, die Kim Churchills virtuose Gitarrentechnik und vielschichtige Stimme allzu oft fast ein wenig in den Hintergrund treten lässt. Im Endergebnis ist „Silence/Win“ ein abwechslungsreiches, gut anzuhörendes Album, das streckenweise an den Surferkollegen und Edeltechniker Ben Howard erinnert („Backwards Head“), andernorts dagegen eher nach dem sanften Songwriter-Pop von Passenger klingt („Single Spark“, „Rage“) — gerade Letzterer reicht mit seinen Platten ja ebenfalls oft nicht ganz an seine charismatischen Konzertdarbietungen heran.

I miss you. I’ve lost the strenght I knew.
And I wonder how.
I wonder how to continue.
But this feels like home for the first time in a long time.
— Kim Churchill, „Dying Sun #7“

Seine größten Momente hat „Silence/Win“ allerdings immer dann, wenn die Songs etwas zurückhaltender arrangiert sind und Kim Churchill dadurch jede Menge Platz zur vollen Entfaltung lassen: „Window to the Sky“ klingt auch in der satten Album-Version ganz hervorragend, und das Finale des ruhig beginnenden „Dying Sun #7“ ist schlichtweg grandios. Nicht zuletzt diese beiden Stücke dürften die im September anstehenden Konzerte des jungen Australiers (Termine siehe unten) zu echten Erlebnissen machen.

Kim Churchill — Silence/Win
Island/Universal Music, bereits erschienen.

Termine:
11.09.15 Stuttgart — Club ZwölfZehn
12.09.15 München — Milla
15.09.15 (CH) Zürich — Moods im Schiffbau
16.09.15 (Ö) Wien — Arena
19.09.15 Dresden — Ostpol
20.09.15 Münster — Pension Schmidt
21.09.15 Hannover — LUX
22.09.15 Frankfurt — St. Peter Café
23.09.15 Nürnberg — Club Stereo
25.09.15 Berlin — Bi Nuu
26.09.15 Hamburg — Reeperbahn Festival
27.09.15 Köln — Studio 672
28.09.15 Heidelberg — Karlstorbahnhof

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