{In eigener Sache} #blogfragen für Buchblogger

Der Journalist und Blogger Stefan Mesch hat jüngst einen Fragebogen zusammengestellt und hier mit der Bitte um Beantwortung geteilt. Meine Antworten auf einige (nicht alle) Fragen findet Ihr unten.

Foto: Bravo_Zulu_ (via Flickr)
Foto: Bravo_Zulu_ (via Flickr)

Das Lieblingsbuch meiner Mutter.
Meine Mutter hat — weshalb auch immer — schon seit jeher ein Faible für Romane, die in den amerikanischen Südstaaten spielen. „Southern Gothic“ nennen das die ganz Schlauen wohl. Also zum Beispiel Werke von Carson McCullers, Harper Lee oder William Faulkner — auf das eine Lieblingsbuch kann ich das nicht zuspitzen. Sie selbst wahrscheinlich auch nicht.

Das Lieblingsbuch meines Vaters.
Mein Vater ist eher der Tageszeitungs- als der Romanleser. Allerdings ist er ein großer Freund von Eckhard Henscheids „Trilogie des laufenden Schwachsinns“, die er in schöner Regelmäßigkeit alle paar Jahre wieder liest.

Ich führe einen typischen Buchblog, weil…
…ich generell ein so unscheinbarer und durchschnittlicher Mensch bin, dass ich gar nicht in der Lage dazu bin, etwas völlig Untypisches auf die Beine zu stellen.

Wahr oder falsch: Ich blogge vor allem, weil ich mich über Bücher austauschen will und im persönlichen Umfeld nicht genug Menschen habe, mit denen ich das könnte.”
Wahr.

Meine Prinzipien beim Lesen.
Da Lesen für mich ausschließlich eine Freizeitbeschäftigung darstellt, verfolge ich nur ein einziges Prinzip (dieses aber sehr konsequent): Das, was ich lese, darf mich nicht langweilen.

Welche Ratschläge würde ich meinem früheren Lese-Ich geben?
Meinem jüngeren Ich würde ich raten, das Buch auch einmal zur Seite zu legen, rauszugehen und mehr mit anderen Leuten zu unternehmen.

Was soll sich tun in meinem Blog in den nächsten fünf Jahren?
Da ich den Wunsch, eines Tages eine Familie zu gründen, noch nicht gänzlich zu den Akten gelegt habe, hoffe ich sehr, dass irgendwann in den nächsten fünf Jahren der Punkt kommt, an dem ich schlichtweg keine Zeit mehr habe, ein Blog zu führen, weil ich unter anderem zu sehr damit beschäftigt bin, einem kleinen Menschen Marmeladenreste aus dem Gesicht zu wischen.

Bei wieviel Prozent der Bücher, die ich gelesen habe, denke ich danach: Mist. Ich wünschte, ich hätte das nie gelesen…?
Bei Büchern niemals, bei Kommentaren in den Sozialen Netzwerken dagegen immer.

Ein Buch, das fast niemand kennt – aber das ich liebe.
„Der Fliegenfänger“ von Willy Russell, ein typischer Coming-of-Age-Roman, der dadurch spektakulär wird, dass er durchgängig in Form von Briefen an Morrissey verfasst ist.

Ein Buch, das fast alle mögen – aber das mich ratlos macht.
„Der Fänger im Roggen“. Ich habe mich ehrlich darum bemüht, zu verstehen, was andere an diesem Buch so mögen, bin aber grandios gescheitert (und mehrmals fast eingeschlafen).

Ein Buch, das ich bekannter gemacht habe.
Ich freue mich, wenn jemand durch meinen Blog auf ein Buch aufmerksam wird, das an ihr oder ihm vielleicht sonst komplett vorbeigegangen wäre. Mir anzumaßen, etwas tatsächlich „bekannter“ gemacht zu haben, möchte ich aber nun wirklich nicht.

Ein schlechtes Buch, das ich gut fand.
Definiere „schlecht“! Wenn man darunter Romane verstehen möchte, die vornehmlich in Flughafen- oder Bahnhofsbuchhandlungen über den Ladentisch gehen, muss ich sagen, dass mich die Bücher von Dan Brown stets gut unterhalten haben.

Ein Buch, von dessen Gestaltung sich Verlage eine Scheibe abschneiden könnten.
„Die Karte meiner Träume“ von Reif Larsen ist, sowohl im amerikanischen Original als auch in der deutschen Ausgabe bei S. Fischer, ein wunderbar gestaltetes und liebevoll illustriertes Buch. Inhaltlich kann der Roman da allerdings nicht so recht mithalten. Abgesehen davon gibt es natürlich gerade im Sachbuch- und Graphic Novel-Bereich unzählige gut gestaltete Bücher — ich finde, in dieser Hinsicht hat sich in den letzten Jahren viel zum Positiven entwickelt.

“Das neue literarische Quartett…”
…werde ich mir mal ansehen. Wenn es etwas taugt, freut mich das, wenn nicht, geht die Welt auch nicht unter.

“Auf der Buchmesse…”
…war ich noch nie und werde ich wohl auch nie sein. Menschenansammlungen machen mich nervös.

“Ich bin sehr überraschend und unerwartet auf ein gutes Buch gestoßen. Und zwar…”
…in einer Bibliothek? Wobei es sicher nicht allzu überraschend ist, dass einem dort unter Umständen mal ein gutes Buch in die Hand fällt.

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5 Kommentare zu „{In eigener Sache} #blogfragen für Buchblogger

  1. Interessante Fragen und Antworten. Ich war einmal auf der Buchmesse in Leipzig. Das war recht unterhaltsam, aber normalerweise sind mir das auch immer zu viele Menschen. Mir ist es bislang zum Glück nur ein paarmal passiert, dass ich ein Buch nicht zu Ende gelesen habe oder ich meine verschwendete Lebenszeit zurück haben wollte. Letzteres passiert mir gern bei Filmen.

    1. Das mit den Filmen kenne ich gut — gerade bei einem Kinobesuch ist es besonders ärgerlich, wenn der Film nichts taugt. Ich bleibe dann aber aus Trotz und schlecht gelaunt bis zum Ende, denn schließlich habe ich dafür bezahlt (und will die anderen Besucher nicht stören). 😉

    1. Kleine Kinder schlafen ja auch viel — diese Zeit kann man bestimmt prima lesend überbrücken. 🙂

      Schöne Grüße zurück,
      Christoph

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