Endlich Montag (1)

Der Montag genießt unter den Wochentagen nicht den allerbesten Ruf. Das ist ein wenig ungerecht, weil doch dann sieben spannende Tage vor uns liegen, die allerlei Dinge mit sich bringen, auf bzw. über die wir uns freuen können: Diese Woche zum Beispiel über Musik von Nada Surf, ein neues Buch von Patti Smith und zwei ausgezeichnete Filme im Kino.

M TrainZum Lesen: Ab Donnerstag ist „M Train“, das aktuelle Buch der großartigen Patti Smith, bei Kiepenheuer & Witsch auch in der deutschen Übersetzung erhältlich. Die Ankündigung als „Fortsetzung von ‚Just Kids'“ mag zwar ein wenig ungelenk sein, ist aber letzten Endes so falsch nun auch nicht, blickt die Sängerin, Dichterin und Fotografin doch ein zweites Mal auf ihr bewegtes Leben zurück.

Eine gelungene Einstimmung auf das Buch ist das in der „Welt“ erschienene Interview, in dem Patti Smith über ihren Freund Henning Mankell und den Verlust geliebter Menschen spricht und erklärt, warum sie sich nie als „echte“ Musikerin gefühlt hat.


Zum Anhören: Die Songs der amerikanischen Band Nada Surf klingen im Prinzip seit vielen Jahren immer gleich und trotzdem — oder eben gerade deswegen — ist die Veröffentlichung eines neuen Albums von Matthew Caws und Co. stets ein Anlass zur Freude, weil es sich schon beim ersten Hören vertraut anfühlt und ein wenig Halt in einer zunehmend unübersichtlicher werdenden Welt gibt. Letzten Freitag ist bei City Slang die nun bereits achte Studio-LP „You Know Who You Are“ erschienen; zum Song „Rushing“ haben Emilie und Sarah Barbault ein sehr schönes Video gedreht, das zugleich eine hinreißende Liebeserklärung an Paris ist:

Tourdaten: 3.4. Hamburg — Mojo, 4.4. Köln — Live Music Hall, 5.4. Dortmund — FZW, 17.4. Stuttgart — LKA, 18.4. Berlin — Huxley’s, 19.4. Nürnberg — Hirsch, 21.4. München — Muffathalle.


TrumboZum Ansehen: Die Oscar-Verleihung liegt zwar schon hinter uns, aber immer noch laufen in den Kinos Filme an, die die begehrte Trophäe gewonnen haben oder zumindest dafür nominiert waren. Diesen Donnerstag „Trumbo“ (Regie: Jay Roach), ein Biopic über den bekannten Drehbuchschreiber Dalton Trumbo (Bryan Cranston, nominiert als bester Hauptdarsteller), der in den späten 40ern und frühen 50ern wegen seiner Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei mit einem Berufsverbot belegt wird, und „Son of Saul“ (ausgezeichnet als bester fremdsprachiger Film), ein ungarisches KZ-Drama von Regisseur László Nemes, in dem ein Auschwitz-Häftling seinem ermordeten Sohn mit einem anständigen Begräbnis die letzte Ehre erweisen will.

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4 Kommentare zu „Endlich Montag (1)

  1. Patti Smith habe ich tatsächlich vor zwei Jahren auf einem Hippiefestival in der Rhön getroffen. Sie ist da einfach übers Festivalgelände gelaufen und hat sich die Stände angeschaut und mit jedem geredet, der Lust dazu hatte. Naja, mein Englisch ist grauenhaft, so hatte ich nicht wirklich was zu sagen. Sie scheint aber sehr nett zu sein.

    Das sie auch Bücher schreibt, wusste ich gar nicht, aber zu erzählen hat sie bestimmt eine Menge.

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