Ein Gruß aus dem Garten

Strauch

Eigentlich habe ich gerade jede Menge Zeit — zum Beispiel für neue Einträge in diesem Blog oder für Donna Tartts Tausendseiter „Der Distelfink“, der seit Weihnachten darauf wartet, endlich einmal gelesen zu werden. Allerdings scheinen die Tage momentan noch schneller zu verfliegen als sonst, so dass ich am Abend froh bin, wenn ich die alltäglichen Besorgungen erledigt und zumindest die Tageszeitung gelesen habe. Für dicke Romane bleibt da trotz mehr als ausreichend vorhandener Freizeit wenig Muße.

Katze

Am liebsten streife ich zur Zeit durch den Garten, beobachte Vögel und Eichhörnchen (oder auch mal die Nachbarskatze), freue mich am Wiederaufblühen der Natur nach dem Winter oder schaue mit dem Fernglas nach dem auf einem Industrieschornstein in der Nähe nistenden Storchenpaar. Ab und an stöbere ich auch im Bücherregal nach längst vergessenen alten Schätzen — besonders angetan hat es mir da ein liebevoll illustriertes Bestimmungsbuch aus den 1960er Jahren. So beeindruckend die dort vorgestellte Vielfalt an Pflanzen-, Vogel- und Insektenarten auf der einen Seite auch sein mag, so bedrückend ist es auf der anderen Seite, dass Arten, die noch vor wenigen Jahrzehnten nahezu überall zu finden waren, inzwischen höchst selten oder sogar ganz verschwunden sind.

Ganz ohne neue Bücher geht es aber auch dieser Tage natürlich nicht. Zur Zeit lese ich Adele Brands Sachbuch „Füchse. Unsere wilden Nachbarn“, von dem ich bisher sehr angetan bin. Dazu dann aber in einem eigenen Beitrag mehr…


📷 alle Fotos in diesem Beitrag sind von mir

5 Kommentare zu „Ein Gruß aus dem Garten

  1. Ein schöner Gartengruß! Auch wenn die hübsche Katze schaut, als ob du vergessen hättest, die Fotogenehmigung einzuholen 🙂 Bleib gesund und lies das, auf das du Lust hast. LG Anna

    1. Vielen Dank, Anna! Dir wünsche ich natürlich auch beste Gesundheit…

      Ich hoffe, die Katze macht mir keine Scherereien, aber ich bin zuversichtlich, dass ich sie notfalls mit einem Schälchen Milch „bestechen“ könnte. 😉

      Vielleicht kommt die Lust auf dicke Bücher ja bald zurück. Irgendwann lese ich den „Distelfink“ bestimmt noch.

      1. Meine Ausgabe des „Distelfinks“ wartet schon sehr viel länger als nur seit Weihnachten darauf, gelesen zu werden. Ich kann also aus Erfahrung sagen, dass das ein geduldiger Vogel ist. Der fliegt nicht weg. 🙂

      2. Gut zu wissen, dass der „Distelfink“ geduldig ist. 😉

        Aber es ist tatsächlich ausschließlich der enorme Umfang des Buches, der mich abschreckt. Ich bin generell kein allzu großer Freund besonders dicker Bücher. Eine gute Geschichte kann man auch auf 250 oder 300 Seiten erzählen und bei einer schwachen Geschichte ist es sowieso besser, wenn sie schnell vorbei ist.

      3. So geht es mir auch, und trotzdem greife ich in der Buchhandlung meines Vertrauens dann wieder zu Bücher wie „Der Distelfink“ (1.024 Seiten), Paul Austers „4 3 2 1“ (1.238 Seiten) oder „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ von Clemens J. Setz (1.021 Seiten), nur damit die dann Ewigkeiten ungelesen hier herum liegen … Das muss ein unterschwelliges Überbleibsel aus wirtschaftlich schlechteren Zeiten bei mir sein. 🙂

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