Noch lange nicht das Ende

Hannes Wittmer 2 (Fotocredit - Christoph Naumann)_BLOG

Eigentlich sollte Hannes Wittmer gerade irgendwo in Kanada unterwegs sein. Aber weil in dieser Zeit viele Dinge ganz anders sind als sie eigentlich sein sollten, lebt der Musiker nun eben auf einem Campingplatz bei Würzburg in einem selbst ausgebauten Campingbus — seine Wohnung hatte er im Vorgriff auf seine geplante Reise bereits gekündigt.

Immerhin blieb in den zwangsläufig sehr ruhigen letzten Monaten jede Menge Zeit, um neue Songs zu schreiben, die nun auf der EP „Das Ende der Geschichte“ (der Titel bezieht sich auf Francis Fukuyamas berühmte These aus den Neunzigern, die sich inzwischen als grandiose Fehleinschätzung herausgestellt hat) zu hören sind. Vier Lieder über „Ängste, Ratlosigkeit, Hoffnung, die menschliche Natur und das Abschiednehmen von Altbekanntem“, wie Hannes Wittmer selbst sagt. Und gerade mit dem Abschiednehmen von Altbekanntem kennt sich der Unterfranke schließlich bestens aus: Seine musikalische Laufbahn führte ihn unter dem Pseudonym Spaceman Spiff bis nach Hamburg zum Indie-Vorzeigelabel Grand Hotel Van Cleef, außerdem veröffentlichte er mit Finn-Ole Heinrich das literarisch-musikalische Gemeinschaftsprojekt „Du drehst den Kopf, ich dreh den Kopf“ und spielte zahllose Konzerte. Im Jahr 2018 entschied Hannes Wittmer schließlich, dem Musikbusiness komplett den Rücken zu kehren und auf eigene Faust weiterzumachen. Unter seinem bürgerlichen Namen veröffentlichte er das Album „Das große Spektakel“, das er ausschließlich auf seiner Homepage als Stream und zum Download auf „Pay what you want“-Basis anbot. Genauso verhält es sich nun auch mit „Vom Ende der Geschichte“, das es auf jeden Fall wert ist, ein paar Euro (oder auch ein paar mehr) in den virtuellen Hut des klugen und sympathischen Songschreibers zu werfen.

🎧 Zum Anhören von „Das Ende der Geschichte“ bitte hier entlang.

🚩 Geplante Konzerte: 28. August — Köln (Stadtgarten), 29. August — Essen (Zeche Carl), 4. September — Ludwigsburg (Scala), 6. September — Erlangen (E-Werk), 12. September — Hamburg (Knust Lattenplatz), 13. September — Lüneburg (Schröders Garten).


📷 Beitragsfoto © Christoph Naumann

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