
Zweieinhalb Tage bei Winterkälte und Sonnenschein (gerade Letzteres gab es schon länger nicht mehr) in der Großstadt: Kaum aktuelle Nachrichten mitbekommen (aber beim Nachlesen auf der Zugfahrt nach Hause festgestellt, dass alles noch so schlimm ist wie zuvor), den Alltag kurz vergessen, im Museum gewesen (dazu demnächst noch mehr) und in ein paar Buchläden herumgestöbert.
Besonders gut gefallen hat mir die Buchhandlung Weltenleser im Frankfurter Nordend (Oeder Weg 40). Wie der Name schon andeutet, will der Laden dazu ermuntern, lesend um die Welt zu reisen. Deshalb sind die Bücher in den Regalen nicht alphabetisch von A bis Z sortiert, sondern nach Ländern und Kontinenten. Eine schöne Idee, wobei mich meine nächste Lesereise dann doch nicht so weit weg führen wird. Wer auf dem Foto oben genau hinschaut, erkennt vielleicht, welches hier zuletzt öfter erwähnte Buch ich mir gekauft habe.

Jede Menge Entdeckungen lassen sich auch im Museumsshop des Städel Museums machen. Mit dem geschmackvollen Interieur, dem angeschlossenen Café und dem Blick auf die Bibliothek auf der Empore ist das einer der schönsten mir bekannten Läden dieser Art. Vor- und zugleich Nachteil bei Ausflügen mit den Zug ist, dass man sich beim Kaufen doch etwas zurückhalten und mit Bedacht auswählen muss.
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Auf die Lesewunschliste gewandert sind dieser Tage »Ginsterburg« von Arno Frank und die Krimis von Jürgen Tietz aus dem Berlin der Nachkriegszeit; noch einmal mit einem Ausrufezeichen versehen wurde Hape Kerkelings »Gebt mir etwas Zeit«.