
Was mir gefällt: Während die Werktage zur Zeit grau und trist sind, wird es zum Wochenende stets zuverlässig sonniger und freundlicher. Da liegt fast ein Hauch von Frühling in der Luft – zumindest, bis einen die nächste eisige Windböe erfasst.
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Bei den Buchempfehlungen des Standard habe ich einen neuen Bildband über Josef Hader auf Tournee entdeckt und mir gedacht, dass das ein hübsches Mitbringsel aus dem Österreich-Urlaub wäre. Auch auf Reisen sind für mich Buchhandlungen eine stets willkommene Anlaufstelle; bevorzugt kaufe ich natürlich Landestypisches, was je nach Urlaubsort eine mehr oder weniger große Herausforderung darstellt.
Nicht nur willkommene Anlaufstelle, sondern vielmehr Anlass einer Reise oder eines Ausflugs sind Museumsbesuche. Demnächst geht es nach Frankfurt ins Städel Museum zu »Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten?« – das aufwändig gestaltete Digitorial zur Ausstellung steigert die Vorfreude gleich noch ein wenig.
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In der recht kurzweiligen neuen »Wilsberg«-Episode wurde (Vorsicht Spoiler!) einmal mehr die beliebte Fernsehkrimi-Variante von Tschechows Gewehr zum Besten gegeben: Ist im Film irgendwann eine Sauna zu sehen, wird früher oder später jemand darin eingesperrt.
Nachgehört habe ich die aktuelle Ausgabe des »Literarischen Quartetts« und im Anschluss den neuen Roman von Wolf Haas auf der Lesewunschliste noch einmal dick unterstrichen. Neu draufgeschrieben, aber mit einem Fragezeichen versehen (weil Erzählungen, weil seltsam) habe ich »Es werden schöne Tage kommen« von Zach Williams.
Angesichts der allzu überschwänglichen Lobeshymnen von Kollegen wie Jonathan Safran Foer oder Percival Everett zu Williams‘ Erzählband erscheint mir der Plan des US-Verlags Simon & Schuster, Blurbs in Zukunft weniger Bedeutung beizumessen, als durchaus sympathisch.